Zum Thema geringere Leistung der Frauen und Abtreibung

Agnes, Bayern, Sonntag, 05. März 2017, 21:22 (vor 144 Tagen)

Liebe Forumsmitglieder,
Lieber Forumsersteller,

ich bin zufällig auf die Seite gestoßen da ich angefangen habe mich für Feminismus zu interessieren.

Ich möchte kurz was loswerden.

Zum Thema Frauen seien dümmer und würden zu Recht geringere Löhne bekommen. Das kann nicht wahr sein. Frauen werden im Leben öfter gestresst und gehen in den Familien unter, bekommen weniger Bildungsunterstützung usw.. Stress zwingt Kinder wie junge Erwachsene in die Knie, sie können sich auf nichts mehr konzentrieren, an nichts mehr Spaß haben. Auffällig das Frauen seltener Hobbies haben als Männer. Das ist ein direkter Beweis für Stress der killt. Das hat mit Dumm nichts zu tun.

Solange mein Paps für mich da war konnte ich schon mit 4 Jahren fließend Lesen. Und auch beim Schach konnte man mir nichts erzählen Als er wegging und die Familie mich mobbte ging meine Leistung in die Brüche. So ist das mit den meisten Frauen. Egal welcher Frau ich begegne ich erlebe sie als depressiv. Durchgängig durch alle Altersstufen hindurch. Spätestens ab 14 waren alle meine Freundinnen nur noch dumm oder depri und das hatte andere Gründe als Geschlecht oder Hormone. Und das zog sich noch hin bis über 30. Emanzipiert ist heutzutage eine Frau erst mit 50. Sie fängt wieder an Spaß an Hobbies zu haben.

Zum Thema Abtreibung. Es erschüttert mich ebenso dass es legal ist. Aber zu Recht. Denn die MEHRHEIT der Männer nehmen sich bei jeglichem Machtungleichgewicht sehr viel Missbrauch raus. DÜRFTE die Frau NICHT abtreiben, würden die Frauen mehr Machtmissbrauch durch die Männer erfahren. Männer würden darauf weibliche Ohnmacht projizieren dass man alles mit ihrem Körper machen darf da Frau eh keinen Ausweg hätte. Nicht die Legalität ist das Problem, sondern das was Männer als Ohnmacht auf die Frau projizieren wollen bei jeglicher rechtlicher Begrenzung die sie bekommt. Wenn Männer anders auf die Frau projizieren würden würde sowas unmenschliches wie Abtreibung nie entstehen.

Legalität der Abtreibung ist direkte Folge männlichen Verhaltens und ebenso solcher Aussagen wie Frauen bekämen zu Recht niedrigere Löhne, ebenso wie sexuelle Belästigung und anderer Machtmissbrauch, aus solcher Negativität entsteht das Bedürfnis nach Unabhängigkeit und Selbstbestimmung. Das unfaire Verhalten der Männer die Fraueninteressen nicht wahrnehmen wollen und ausblenden sobald sie nicht müssen führt zu solchen Machtkämpfen wie Legalität der Abtreibung. Wenn die Frau Darf hat sie immerhin Macht aus der Ohnmacht auszusteigen und nicht alles mit sich und ihrem Körper machen zu lassen

Wie schade. Leider sind oft auch die Gegner der Abtreibung tendenziell noch vergiftet durch negative Vorstellungen über die Frau. So wird Abtreibung nie gestoppt werden können. Denn warum soll ich einer Bewegung nachgeben die mir schadet und mir tendentiell feindlich gesinnt ist durch alle möglichen dazugehörigen verkorksten Einstellungen?

Da soll Abtreibung lieber legal bleiben. Ich benutze es nicht oder nur im Notfall, aber ich fühle mich durch dieses Recht geschützt, dass dem männlichen Machtstreben etwas entgegengesetzt wird.

Lg Agnes, 33 Jahre

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Zum Thema geringere Leistung der Frauen und Abtreibung

T.R.E.Lentze ⌂, Montag, 06. März 2017, 11:45 (vor 144 Tagen) @ Agnes

Danke für die Wortmeldung. Mein Eindruck nach der Lektüre ist, daß du ganz persönliche Erfahrungen mitteilst, die sich, was die heutige Situation von Frauen betrifft, keinesfalls verallgemeinern lassen. Genau das tust du aber, etwa hier:

Frauen werden im Leben öfter gestresst und gehen in den Familien unter, bekommen weniger Bildungsunterstützung usw.

Objektiv ist das ganz klar falsch, denn Frauen werden in jeder Hinsicht mehr unterstützt und gefördert, gerade was die Bildung betrifft. Viele Bildungs-Angebote gelten ausschließlich für Frauen; entsprechende Angebote ausschließlich für Männer gibt es nicht! Hinzu kommt, daß Frauen vielfach Erleichterungen gewährt werden, was sich auch im Arbeitsschutzgesetz deutlich niedergeschlagen hat. Das gilt keineswegs nur für die Zeit einer Schwangerschaft, sondern auch durchgängig z.B. für das Heben von Lasten. Eine Frau, auch wenn sie robust ist, darf keine Last heben, die ein -zufällig schwächerer - Mann zu heben verpflichtet ist. Daß ein Arbeitgeber Frauen geringer bezahlt oder gar nicht erst einstellt, ist insofern völlig rational. Frauen bringen für das gleiche Geld eben nicht die gleiche Leistung.

Das schließt nicht aus, daß manche Frauen ihre - eher leichte - Arbeit dennoch als stressig empfinden. Die Ursache ist dann subjektiver Natur, d.h. sie liegt in der weiblichen Anspruchshaltung begründet. Unser Staatsfeminismus, die Gynokratie, fördert ja geradezu diese weibliche Anspruchshaltung.

Nicht unerwähnt soll der Streß bleiben, der allein den Männern entsteht durch die rechtliche Bevorteiligung der Frau im Falle sexueller Belästigung und dergleichen. Ein Mann, welchem ein Verstoß gegen das Gesetz zur sexuellen Selbstbestimmung (der Frau!) angelastet wird, hat grundsätzlichen einen schweren Stand; den umgekehrten Fall gibt es praktisch nicht. Viele Männer sind folglich dazu übergegangen, ihren weiblichen Kollegen mit Mißtrauen zu begegnen, ihnen nicht zu nahe zu kommen, niemals allein mit einer Frau im Raum zu sein und einen Aufzug nicht zu benutzen, in dem sich schon eine Frau befindet.

Frage dich einmal, warum Frauen ein paar Jahre länger leben! An den Genen liegt es nicht, wie die Klosterstudie aufgezeigt hat. Männer, die so streßfrei leben, wie Frauen es üblicherweise tun, leben auch fast genauso lange.

Zum Thema "Abtreibung":

Frauen haben alle Möglichkeiten der Empfängnisverhütung, meines Wissens sogar auf Krankenschein. Männer haben so gut wie keine. Eine Frau, die das empfangene Kind nicht bejaht, hat also in fast jedem Falle verantwortungslos gehandelt. Als Ausnahmen lasse ich unvorhersehbare Vergewaltigungen und medizinische Notfälle gelten. Aber diese Toleranz zeigen die weitaus meisten "Abtreibungs"-Gegner auch. Der Vorwurf, Männer würden hier ihre Macht mißbrauchen, ist absurd. Immerhin sind sie es, welche die Verhütungsmittel entwickelt und die rechtlichen Grundlagen geschaffen, zumindest aber toleriert haben, "Abtreibungen" straflos zu dulden.

Egal welcher Frau ich begegne ich erlebe sie als depressiv. Durchgängig durch alle Altersstufen hindurch.

Diese Erfahrung kann ich nicht bestätigen. Objektiv haben Frauen heute auch gar kein Grund, depressiv zu sein. Sie dürfen alles, was Männer dürfen, aber sie müssen nicht alles, was Männer müssen. Zum Beispiel müssen sie bei der Bundeswehr keine Waffen benutzen und sich auch ansonsten nicht sehr anstrengen. Kriegen aber die gleiche Vergütung.

Du sprichst, wie gesagt, aus ganz persönlichen Erfahrungen heraus, die du verallgemeinerst. Diese Verallgemeinerung hat einen guten Grund: Man wächst in das Milieu hinein, welches die eigenen Erfahrungen teilt. Man spricht mit Leuten, welche die eigenen Erfahrungen teilen, denn nur sie sind dafür offen, während die anderen sich eher verständnislos von einem abwenden. Aber das ist ein Fehler! Du solltest das kranke Milieu hinter dir lassen und damit abschließen.

Solange mein Paps für mich da war konnte ich schon mit 4 Jahren fließend Lesen. Und auch beim Schach konnte man mir nichts erzählen Als er wegging und die Familie mich mobbte ging meine Leistung in die Brüche.

Das ist einerseits traurig, anderseits aber klingt es aber auch schön in meinen Ohren. Warum? Weil du deinem Vater damit ein gutes Zeugnis ausstellst, zumindest für die Zeit seiner Anwesenheit. Väter können durchaus die "besseren Mütter" sein, nur wird das gerichtlich selten anerkannt. Die Frage bleibt, warum er "wegging". Wurde er vielleicht nur weggemobbt, so wie die Familie dich, deiner Aussage nach, gemobbt hat? Das würde mich interessieren.

Gruß
trel

Zum Thema geringere Leistung der Frauen und Abtreibung

Agnes, Montag, 06. März 2017, 17:20 (vor 144 Tagen) @ T.R.E.Lentze

Hallo,

als zum Thema ob mein Vater gemobbt wurde. Als Kind habe ich es auf jeden Fall so gesehen, auch als junge Erwachsene. An der Stelle der Ehefrau mich zu sehen wird dass dann aber auch etwas relativiert. Meine Mutter war schwer krank und war oft in Lebensgefahr, sie war deswegen ein schwieriger Charakter der andere erniedrigte besonders meinen Vater. Jetzt hat sich alles etwas gebessert. Man könnte sagen er wurde weggemobbt, ja. Sie sieht es freilich anders, einen Mangel an Liebe und Opferbereitschaft seinerseits.

Klar wenn Frauen nicht schleppen, keine Lasten tragen dann sollen sie auch nicht fürs Lasten tragen bezahlt werden. Mich hat das Beispiel aber sehr verwundert. Das ist doch nun wirklich ein Einzelfall. Frauen dürfen nunmal nicht heben. Nur einmal zu schwer gehoben kann das sogar in den folgenden Jahren eine Fehlgeburt geben. Das ist kein Witz. Ich erlebe eher am Arbeitsplatz dass Männer Lasten gerne den Frauen überlassen, ohne Rücksicht dass diese noch im Gebärfähigen Alter sind.

Mir wird oft Feminismus vorgeworfen obwohl ich bis heute nicht weiß was das ist. Muss mich da mal kundig machen was es eigentlich für eine Philosophie ist.
Mein Freund dagegen und herzallerliebster Mensch gehört buchstäblich zu den "Patriarchen", er ist christlicher Bischof und lebt zölibatär trotzdem sind wir ein festes Paar. Er hat allerdings auch die Kompetenz gewisse moralische Ansprüche zu stellen, was die Mehrheit der Männer eben nicht kann. Bestimmt würde er die eine oder andere Ansicht hier teilen, das aber ohne mir feindlich gesinnt zu sein.

Kompetenz, moralische Ansprüche zu stellen?

Der/Anarchist, Montag, 06. März 2017, 20:15 (vor 143 Tagen) @ Agnes

Die Moral ist Bestandteil eines jeden Menschen, weil sie angeboren ist bzw. in einer Gehirnregion verankert ist. Deshalb ist grundsätzlich jedermann und jeder Mann kompetent, moralische Ansprüche zu stellen. Die Zeiten sollten endgültig überwunden sein, in denen Priester sich als Oberhirten aufspielen, oder von anderen dazu ermutigt werden, daß jener sich als solcher aufspielt.

Denn weder die Religionen, noch sonstige Ideologien haben die Moral für sich gepachtet. Im Gegenteil sind es gerade jene Sekten, die Wasser predigen und Wein saufen. Dazu gehört auch der Feminismus.


Doch abgesehen davon ist die Aussage schwammig, beliebig, nichtsaussagend. Kompetent, moralische Ansprüche zu stellen? Worin besteht die Kompetenz? Welche Moral ist anspruchsvoll? Welche Moral ist anspruchslos?

Kompetenz, moralische Ansprüche zu stellen?

Agnes, Montag, 06. März 2017, 20:52 (vor 143 Tagen) @ Der/Anarchist

Kompetenz moralische Ansprüche zu stellen. (Egal ob angeboren oder nicht: sonst kann ja jeder sagen es gäbe ein Gehirnteil für etwas. Dann z.B. ein Gehirnteil für Glauben und Beten und wer das nicht regelmäßig macht dessen Gehirn degeneriert und er ist kein ganzer Mensch)

Ich meine damit einfach nur dass man nicht Autoraser verurteilt während man selbst Kinder prügelt z.B.. Das sind jetzt radikalere Beispiele aber im Allgmeinen ist jeder von uns ein kleiner Psychopath der Wasser predigt aber Wein trinkt.
Die einen in größerem die anderen in kleinerem Maße.

Mein "Patriarch" ist in der Lage nett zu mir zu sein obwohl er ideologisch das Gegenteil von mir ist.

Kompetenz, moralische Ansprüche zu stellen?

Der/Anarchist, Dienstag, 07. März 2017, 00:38 (vor 143 Tagen) @ Agnes
bearbeitet von Der/Anarchist, Dienstag, 07. März 2017, 01:00

Es ist nicht egal, ob etwas angeboren ist oder nicht. Denn das ist eines der Behauptungen der Gender-Ideologen, die schlicht behaupten, das Geschlecht sei anerzogen; aber dem ist nicht so, sondern die Geschlechter sind aus der Evolution hervorgegangen (Zweigeschlechtigkeit).

Und so steht es auch mit der Moral. Es gibt Belege dafür, daß die Moral nicht von außen aufoktroyiert wurde, sondern im Gehirn verankert ist. Das heißt daß jedermann Moral in sich trägt. Dadurch ist jeder in der Lage, moralisch richtig zu handeln (vorausgesetzt sei, der Mensch ist geistig und psychisch gesund). Das heißt Vorhandenes nutzen.

Ich habe das deshalb betont, um darzustellen, daß es keine "Hohepriester" bedarf, die dem einzelnen die "richtige" Richtung vorausgeben müssen, da ein angeborenes Moralverhalten im Einzelnen vorhanden ist, das im Laufe seines Lebens aktiviert wird; oder eben unterdrückt wird.

Und wenn zufällig ein christlicher Würdenträger ein gesundes Moralverhalten vorzuweisen hat, muß das nicht gleich als Kompetenz gelten. Denn wieviele christliche Würdenträger haben alles andere als ein gesundes Moralverhalten! Denn die Moral ist nur eine von vielen Verhaltensweisen, nach denen sich der Mensch richtet. Moral kann ausgehebelt werden durch das Bedürfnis nach Macht, Geld, Lust etc. Meine Kritik ist dahingehend, daß es keine Religion, keinen Staat, keine Ideologie an sich bedarf, um Moral zu vermitteln. Deshalb ist es wichtig zu wissen, was bei der Geburt in einem Menschen vorhanden ist, was ihm im Laufe seines Lebens anerzogen wird. Das erste wird einen immer beeinflussen, das zweite kann jederzeit, wenn nötig, abgelegt werden.


Und die Frage nach der "richtigen" Moral ist in meinen Augen nicht allein von der jeweiligen Kultur abhängig, sondern mehr vom Individuum. Für den einen ist die Rache ein Verbrechen, für den anderen die einzige Form von Gerechtigkeit, d.h. Moralisten sollten in erster Linie immer bei sich selbst beginnen...

Kompetenz, moralische Ansprüche zu stellen?

Agnes, Dienstag, 07. März 2017, 01:09 (vor 143 Tagen) @ Der/Anarchist

das mag ja alles stimmen, aber ich sprach nicht davon dass er Kompetenz hat über Moral zu sprechen WEIL er christlicher Würdenträger sei. Ganz und garnicht. Sondern weil er obwohl der patriarchalischen Richtung angehörend mir als Frau nicht feindlich ist sondern verständnisvoll begegnet.

Kompetenz, moralische Ansprüche zu stellen?

Der/Anarchist, Dienstag, 07. März 2017, 01:39 (vor 143 Tagen) @ Agnes

Ich halte nichts von der christlichen oder sonst einer religiösen Kirchengemeinde, aber daß die Anhänger oder Würdenträger durchweg die Frau an sich als FEIND betrachtet haben, halte ich für reine Propaganda. Radikale Individuen gibt und gab es in allen Glaubens- oder Wissensrichtungen; aber diese sind nicht der geeignete Indikator für die Richtung, der sie angehören.

Das gilt auch für die Gegner des Feminismus. Immer wieder werden die Kritiker als sogenannte "Frauenfeinde" hingestellt. Auch wenn es darunter welche gibt, die es tatsächlich sind, heißt das nicht, daß dies auf jeden einzelnen Kritiker zutrifft. Ich betrachte mich als radikalen Kritiker gegen den Feminismus und seine immer neuen und krankeren Auswüchse; und ich will auch mit den meist ziemlich psychisch kranken Frauen, die dieser Ideologie hinterlaufen, nichts zu tun haben; aber deshalb betrachte ich die Frau an sich nicht als Feind, denn das wäre unfruchtbar für das Verhältnis zu meiner Freundin. Die größten "Frauenfeinde" sind die Feministen selbst!

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Wenn der Staat die Funktion der Kirche übernimmt...

T.R.E.Lentze ⌂, Montag, 06. März 2017, 21:02 (vor 143 Tagen) @ Der/Anarchist

...dann wird alles nur noch schlimmer.

Mein Verhältnis zur Kirche ist zwiespältig. Ich bin kein Mitglied irgendeiner Kirche, fühle mich aber einer bestimmten christlichen Gemeinschaft zugehörig, die sich über ihre Mitglieder finanziert.

Tatsache ist, daß heute der Staat, in Deutschland jedenfalls, die Funktion ausübt, welche bisher der Kirche vorbehalten war. Nämlich: den Bürger moralisch aufzurüsten und zu festigen. Der entscheidende Unterschied liegt darin, daß die Kirche niemanden bestrafen, allenfalls jemanden ausschließen kann, während der Staat die Andersdenkenden mittels Strafrecht ("Volksverhetzung", § 130 StGB) einsperren, ja sogar psychiatrisieren kann.

Das aber ist pervers, denn der Staat ist seiner ursprünglichen Bestimmung nach nicht dem (vermeintlichen) Seelenheil des Einzelnen verpflichtet, sondern ist zuständig allein für die innere und äußere Sicherheit. Dafür bedient er sich legaler und legitimer Machtmittel. Diese sind aber nicht dafür geschaffen, Gefühle und Gedanken des selbstbestimmten Bürgers, ja des angeblichen Souveräns (!), zu kanalisieren oder uns sonstwie zu betreuen. Wir haben ihn dazu nicht autorisiert.

Es gilt nun, die Ursache dieser staatlichen Fehlentwicklung zu ergründen. Sie liegt im zunehmenden Versagen der Kirchen. Meiner Ansicht nach haben die Kirchen eine genauso legitime und notwendige Funktion wie der Staat. Über viele Jahrhunderte sind sie ihrer Aufgabe auch überwiegend nachgekommen. Ich halte nichts davon, die Kirchen in Bausch und Bogen zu verdammen. Sie haben unzähligen Menschen Trost und Festigkeit gegeben. Die Klöster haben viele Menschen aufgenommen und seelisch gehalten, die sonst dem Hunger, der sozialen Ausgrenzung und/oder der völligen Ausbeutung anheimgefallen wären. Und nicht zuletzt haben die Klöster uns das antike Kulturerbe erhalten. Lange Zeit waren sie die fast einzigen Kulturträger überhaupt.

Und jetzt versucht eben der Staat diese Aufgaben zu übernehmen: ingestalt von zwangsfinanziertem öffentlich-rechtlichem Rundfunk und Fernsehen, demnächst wohl auch einem Wahrheits-Ministerium (vgl. Orwells "1984"); mittels sexistischer Gender-Professuren, Sprach-Entstellung, Frühsexualisierung, Umvolkung, Zwangs-Inklusion, und eben der Strafjustiz gegen Meinungsverbrechen ("hate-speech" und "fake news").

Wer nun einwendet, die Kirche habe ja früher Hexen und Hexer verbrannt, der sieht es nicht ganz richtig. Exekutiv war allein der Staat. Die Kirche hat allenfalls kooperiert, hatte aber zunächst einmal ihre eigenen Anhörungsverfahren, und dies auf hohem Niveau.

Meiner Einschätzung nach gibt es auch heute noch unter Priestern und Pfarrern moralisch hochstehende Männer, wenn auch dünn gesät. So ist der verstorbene Prof. Huntemann einer der radikalsten Feminismus-Kritiker überhaupt gewesen. Durch ihn habe ich einiges gelernt!

Hiermit habe ich meine eigene Meinung zur Sache geäußert.

Grüße
trel

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Wenn der Staat die Funktion der Kirche übernimmt...

Agnes, Montag, 06. März 2017, 21:21 (vor 143 Tagen) @ T.R.E.Lentze

Ich finde auch dass die Kirche eine wichtige Funktion erfüllt auf hohem Niveau.

Auch was den Glauben betrifft, die Geistesgaben Talente und die Erfahrung mit Gott durch das Gebet in Kontakt zu treten kann Familien und Beziehungen retten, von neuem anfangen lassen. Bisweilen auch jemanden heilen.

Da wir hier aber über Feminismus reden, wenn Männer sich zu Machtgruppen zusammentuen sehen sie nicht zwingend die weiblichen Interessen und Nöte, sie tun es nicht von selbst trotz der Verantwortung die die Macht ihnen gibt.

In der Kirche hat die Frau garkeine Position und ich meine wirklich garkeine die durch eine Weihe entsteht. Ist also null und nichts. Das finde ich aber mal hammer radikal. Sogar bei den Afrikanern in ihrer Religion gibt es weibliche Priester.

Agnes

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"Sogar bei den Afrikanern..."

T.R.E.Lentze ⌂, Montag, 06. März 2017, 21:52 (vor 143 Tagen) @ Agnes

Sogar bei den Afrikanern in ihrer Religion gibt es weibliche Priester.

Das ist nicht verwunderlich, denn dort handelt es sich um Naturreligionen. Ihre Ausübenden sind das, was christliche Missionare lange Zeit als "Teufelsanbeter" bezeichnet haben. Und zwar mit einem gewissen Recht. Ich habe mehre Jahre in Westafrika (das "Grab des weißen Mannes") gelebt und kann nur bestätigen, daß das Hexenwesen dort eine ganz große Rolle spielt. Es sind matriarchale, anders gesagt, gynozentrische Gesellschaften. Zu ihren Bräuchen gehört auch die weibliche Klitorisbeschneidung, die ausschließlich von Frauen ausgeübt wird; ebenso aber auch - je nach Ethnie - die künstliche Verlängerung der Schamlippen.

Diese Naturreligionen liegen einer Erlösungsreligion, wie sie das Christentum in höchster Form ist, schlichtweg fern. Ihre Angehörigen haben sich mit dem Fall des Menschen arrangiert. Sie erkennen keine Notwendigkeit einer Erlösung oder Evolution. Was sie ausüben, ist Ahnenkult, Schadenszauber und - so veraltet das klingen mag - Götzendienst. Ihre geistige Welt ist bevölkert von degenerierten Geistwesen, die sich dem Christus nicht unterworfen haben und nun darauf angewiesen sind, Randvölker in Besessenheit zu halten, gewissermaßen an ihnen zu parasitieren.

Der Gedanke einer weiblichen Priesterschaft in christlichen Gemeinden ist mir persönlich eher unsympathisch. Anderseits gehen wir einer fortschreitenden Auflösung des Geschlechter-Dimorphismus entgegen, mit allen Problemen, die eine solche - an sich notwendige - Evolution eben mit sich bringt. Der Neue Mensch wird ja, wie Jesus v.N. sich ausdrückte, nicht heiraten. Er evoluiert somit zu einer höheren Daseinsstufe, welche den heutigen Engeln oder Angeloi entspricht. Die Kehrseite dieser - durch die Menschwerdung Gottes ausgelösten - Evolution ist dann zum Beispiel der Feminismus oder Sexismus. Es hängt von der inneren Einstellung ab, was der Mensch aus sich macht. Wer nicht evoluieren will, der wird fallen, also devoluieren. Dagegen weitermachen wie bisher, das gibt es nicht mehr.

Die christliche Gemeinschaft, der ich mich zugehörig fühle, die (anthroposophisch orientierte) Christengemeinschaft, akzeptiert auch weibliche Priester. Man schreibt den Menschen dort nichts vor, sondern respektiert die individuellen Entscheidungen. Vielleicht solltest du einmal eine solche Gemeinschaft, wenn es sie in deiner Stadt gibt, aufsuchen.

Gruß
trel

"Sogar bei den Afrikanern..."

Agnes, Dienstag, 07. März 2017, 00:30 (vor 143 Tagen) @ T.R.E.Lentze

Aber was hat heiraten mit Rückwärtsentwicklung zu tun und wieso ist nicht heiraten ein Fortschritt? Das halte ich für einen Irrglauben.

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Priester sind keine Moralwächter, sondern Vermittler zur geistigen Welt.

T.R.E.Lentze ⌂, Dienstag, 07. März 2017, 02:27 (vor 143 Tagen) @ Der/Anarchist

Die Moral ist Bestandteil eines jeden Menschen, weil sie angeboren ist

Das ist vollkommen richtig. Selbst die Mafia hat einen ausgefeilten Moralkodex. Es bedarf wirklich keiner Religion und keiner religiösen Bestrebungen, um moralisch zu empfinden. Auch keines Christentums. Schon Platon und Aristoteles haben, Jahrhunderte vor Christus, ethische Systeme entworfen.

Die Zeiten sollten endgültig überwunden sein, in denen Priester sich als Oberhirten aufspielen, oder von anderen dazu ermutigt werden, daß jener sich als solcher aufspielt.

Du scheinst mir ganz persönliche Erfahrungen zu verallgemeinern, ähnlich wie Agnes, nur auf einem anderen Feld. Wir sollten einmal klarstellen, was die Aufgaben eines Priesters sind. Das Moralisieren gehört nicht dazu. Wohl aber - im Interesse von religiösen Menschen - einen Kult zu verrichten, der eine Verbindung zwischen der irdischen Welt und der "himmlischen" Welt (die aber räumlich nicht zu lokalisieren ist) herzustellen. Die im Kult temporär hergestellte Verbindung zur geistigen Welt wird von religiös begabten Menschen erfahren und erlebt, von diesbezüglich unbegabten Menschen nicht. Sie kann und muß nicht bewiesen werden.

Auch das Sakrament der Sündenvergebung sollte nicht falsch verstanden werden. Es ist Christus, nicht der Priester, der Sünden vergibt. Letzterer stellt nur eine Verbindung her. Er ist der "pontifex", wörtlich: Brückenbauer.

Normalerweise hat der Priester ein höheres moralisches Niveau als der Normalmensch, weil die Bezogenheit auf eine höhere Welt und somit die Selbstlosigkeit (wozu oft auch das Zölibat gehört) sein Beruf ist. Dann ist er natürlich auch moralisch "kompetent", das heißt, er genießt diesbezüglich eine natürliche Autorität. Selbstverständlich ist das nicht immer so. Aber mir scheint, daß du negative Erfahrungen unzulässig verallgemeinerst.

Im Gegenteil sind es gerade jene Sekten, die Wasser predigen und Wein saufen. Dazu gehört auch der Feminismus.

Der Feminismus ist keine "Sekte" (Kreisausschnitt). Wovon sollte er eine sein? Höchstens vom Sexismus, aber jedenfalls nicht von einer Kirche. Ganz im Gegenteil: Das Wesen des Feminismus ist luziferisch, also auf Empörung gegründet und auf Aufruhr gerichtet. So wie Luzifer gottgleich werden wollte, so wollen die Fezis wie Männer sein. - Priester dagegen beugen sich vor Gott, jedenfalls, solange sie an ihn glauben. Das ist wirklich ein fundamentaler Unterschied.

Welche Moral ist anspruchsvoll? Welche Moral ist anspruchslos?

Es gibt durchaus Unterschiede. Bei Ausländern z.B. habe ich erlebt, daß sie innerhalb der Großfamilie extrem solidarisch sich verhalten, Außenstehende hingegen bedenkenlos übers Ohr hauen. Darin zeigt sich eine starke, aber archaische Moral.

Hoch evoluierte Menschen dagegen empfinden Verantwortung für die ganze Menschheit; sie sind keineswegs geneigt, Familienmitglieder zu bevorzugen. Das ist übrigens Zielpunkt der christlichen Moral. Der Neue Mensch verbindet/verbündet sich nicht mehr aufgrund von physischer Abstammung, sondern aufgrund von Gemeinsamkeit in der frei gewählten geistigen Zielrichtung. Diese Evolution ist auch ein natürlicher Grund für die zunehmenden Entfremdungen zwischen Eltern und Kindern. Noch brauchen wir physische Eltern, um geboren zu werden; das geistige Element aber nehmen wir von woanders her, nämlich von unseren früheren Leben. Unsere geistigen Linien brauchen mit denen der Eltern nicht mehr viel zu tun zu haben.

Gruß
trel

Priester sind keine Moralwächter, sondern Vermittler zur geistigen Welt.

Der/Anarchist, Dienstag, 07. März 2017, 03:21 (vor 143 Tagen) @ T.R.E.Lentze

Du irrst, wenn Du behauptest, ich würde persönliche Erfahrungen verallgemeinern. Ich bin zwar getauft* worden (evangelisch), aber habe keine besonderen (negative wie positive) Erlebnisse gehabt, die ich nun versuche zu verallgemeinern. Du beantwortest im Grunde selbst etwas später meine Kritik, indem Du schreibst: "Normalerweise hat der Priester ein höheres moralisches Niveau als der Normalmensch, weil die Bezogenheit auf eine höhere Welt und somit die Selbstlosigkeit (wozu oft auch das Zölibat gehört) sein Beruf ist. Dann ist er natürlich auch moralisch "kompetent", das heißt, er genießt diesbezüglich eine natürliche Autorität...".

Für mich ist der Priester deshalb eben nicht moralisch "kompetent", da ich diese höhere Welt als nicht existent ansehe. Deshalb ist er für mich auch weder eine Autorität, noch steht er moralisch über mir.

Auch wenn ich die Aufgabe des Priesters etwas vereinfacht habe, ist das "Moralisieren" ein Teil seiner Aufgabe, wenn auch eher passiv, d.h. auf Grund seiner Autorität, die er genießt.


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Nein, in dem Fall gebe ich Dir recht. Das war semantisch etwas flapsig, den Feminismus als Sekte zu bezeichnen.


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Meine beiden Fragen waren mehr rhetorischer Natur. Ich wollte damit verdeutlichen, dass es keine einzig wahre und richtige Moral gibt. Selbst Aristoteles, Du nanntest ihn, erkannte, dass sich keine Ethik auf die gesamten Menschen übertragen lasse.


* ich bin längst aus der Kirche ausgetreten.

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Priester sind keine Moralwächter, sondern Vermittler zur geistigen Welt.

T.R.E.Lentze ⌂, Dienstag, 07. März 2017, 10:44 (vor 143 Tagen) @ Der/Anarchist

Für mich ist der Priester deshalb eben nicht moralisch "kompetent", da ich diese höhere Welt als nicht existent ansehe.

Es liegt mir fern, dich von höheren Welten überzeugen zu wollen. Denn es ist eine Schicksalsfrage, ob sich einem diese Bereiche erschließen, daß heißt im einfachsten Falle, daß man zunächst zu einer eher intuitiven Gewißheit kommt. Es kann ja auch niemand argumentativ überzeugt werden, einen anderen Menschen zu lieben.

Doch davon abgesehen ist deine Begründung für deine Einschätzung des Priesters nicht ganz sauber. Wenn sich ein Mensch aus Überzeugung höheren Welten zuwendet, dann relativiert er damit zugleich seine Beziehung zur irdischen Welt. In dem Maße, als er seine Treue zu den Wesen der höheren Welten lebt (der Begriff "Gott" ist nicht gerade präzise), wird er untreu in Hinblick auf andere Belange. Daher die Aussage Jesu (-u ist die Genitivform): "Wer nicht seine Eltern und Geschwister, ja selbst sein Ego verläßt, der wird mir nicht folgen können." Der Begriff "Nächstenliebe" ist insofern irreführend, weil man da sofort an seine Verwandten und an die Bekannten seines persönlichen Umfeldes denkt, also an die unfreiwillig gewachsenen oder entstandenen Beziehungen. Aber die soll der Christ ja gerade relativieren.

Entscheidend ist in diesem Zusammenhang, daß die Welten, an die der Priester sich gebunden weiß, nicht unbedingt existieren müssen, um seine Moral in der bezeichneten Weise zu verändern. Das Argument, "der Gott, an den der Christ glaubt, den gibt es ja gar nicht", sollte also nicht zu dem Schluß verleiten, daß der Christ auch keine eigene Moral haben könne. "Der Glaube versetzt Berge", und mit dem Glauben ist hier der Glaube an jemandem gemeint. Wir kennen das aus der Pädagogik: Aus einem bis dahin vernachlässigten Kind "kann etwas werden", wenn man an es glaubt! Der Glaube ist schöpferisch und insofern auch moralisch.

Daß immer weniger Priester und formelle Christen wirklich glauben und somit das Christentum verraten, d.h. zur Evolution nichts mehr beitragen, vielmehr stagnieren, ist freilich ein traurige Sache. Zur Zeit gilt: Wer nicht evoluiert, der devoluiert.

Gruß
trel

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Zum Thema geringere Leistung der Frauen und Abtreibung

T.R.E.Lentze ⌂, Montag, 06. März 2017, 20:25 (vor 143 Tagen) @ Agnes

Ich erlebe eher am Arbeitsplatz dass Männer Lasten gerne den Frauen überlassen, ohne Rücksicht dass diese noch im Gebärfähigen Alter sind.

Was ist denn das für ein Arbeitsplatz? Derartiges höre ich zum ersten Mal.

Ich kenne noch etwas ganz Anderes: Daß manch eine Frau sich beleidigt fühlte, wenn ich ihr Hilfe bei einer schweren Arbeit angeboten habe. Das war zum Beispiel bei einem Praktikum in einem Klärwerk. Es galt, ein verschmutztes Klärbecken auszuspritzen, mit einem schweren Schlauch, der sehr viel Wasser führte, und dies mit hohem Druck. Der Schlauch war kaum zu halten. Die junge Frau schaffte es auch kaum, aber sie lehnte meinen Vorschlag, daß ich das für sie mache, ab; ja sie beschwerte sich sogar darüber, daß schon vor mir andere Männer ihr diese Arbeit abnehmen wollten. Sie wollte unbedingt beweisen, daß sie kann, was Männer können, auch auf das Risiko eines Unfalls und/oder Sachschadens. Das ist Feminismus!

Mir wird oft Feminismus vorgeworfen obwohl ich bis heute nicht weiß was das ist. Muss mich da mal kundig machen was es eigentlich für eine Philosophie ist.

Siehe oben. Das ist aber nur ein Beispiel. Dieser Frau kann man wenigstens zugutehalten, daß sie sich ehrlich angestrengt hat. Üblicherweise wollen Feministinnen gar keine schwere und schmutzige Arbeit machen; vielmehr wollen sie Führungspositionen einnehmen, bisweilen im Glauben, daß es dort ruhig zugehe. Aber auch da versagen sie häufig. Und selbstverständlich finden sie es richtig, daß in Haftanstalten ganz vorwiegend Männer einsitzen. Das war nicht immer so.

Mein Freund dagegen und herzallerliebster Mensch gehört buchstäblich zu den "Patriarchen", er ist christlicher Bischof und lebt zölibatär trotzdem sind wir ein festes Paar. Er hat allerdings auch die Kompetenz gewisse moralische Ansprüche zu stellen, was die Mehrheit der Männer eben nicht kann. Bestimmt würde er die eine oder andere Ansicht hier teilen, das aber ohne mir feindlich gesinnt zu sein.

Wenn du Näheres über den Feminismus und meine Haltung dazu wissen möchtest, dann lies doch z.B. meinen letzten Artikel auf meiner Hauptseite "MannPassAuf", wo ich auch christliche Aspekte berühre. Vielleicht würde das auch den Bischof interessieren.

Grüße
trel

Zum Thema geringere Leistung der Frauen und Abtreibung

Agnes, Montag, 06. März 2017, 22:22 (vor 143 Tagen) @ T.R.E.Lentze

Guten Abend,

ich habe "Mann Pass Auf" vollständig gelesen.

Ich werde aber muss ich ehrlich zugeben nicht schlau aus diesen blöden Deutungen der Pseudowissenschaft die sich für eine hält aus Chromosomen irgendwelche MehrMensch- WenigerMensch Deutungen anzustellen. Das ist doch Irrsinn. Ohne Gott ist nichts denkbar. Ist das Y-Chromosom ein vewandeltes X Chromosom oder ein verkrüppeltes? Liegt doch im Auge des Betrachters.
Und über allem steht MEINE Theorie: Gott versteckt sich überall möglichst so dass wir nicht bemerken dass er existiert. Davon habe ich schon viele Dinge in der Welt gesehen. Uns passiert auch eher Gutes wenn wir nicht vermuten dass es von Gott kommt, dann traut sich Gott uns zu beschenken weil wir nicht sofort wieder auf ihn schließen. Er versteckt sich professionell. Wäre das Y Chromosom also ein FORTSCHRITT und kein verkrüppeltes XChromosom würde Gott selbstverständlich es wie ein verkrüppeltes XChromosom aussehen lassen statt das Wunder öffentlich sichtbar zu machen. Logisch nach meiner Theorie oder? So geht es mit vielem im Leben. (Gott hat sogar Naturgesetze und scheinbare Naturgesetze sowie die Evolution erzeugt nur damit alles seinen logischen Lauf hat inklusive Selektionstheorie und bloß nichts auf IHN hindeutet. Weil wir hier vermutlich ein Gefängnisplanet sind, und nicht verdient haben dass Gott öffentlich auftritt und mindestens weil Gott sich niemandem aufdrängt, dafür ist er zu würdig, so würdig dass er sogar aus der Wahrnehmung verschwindet. Wäre das YChromosom also eher ein verkrüppeltes XChromosom statt ein WunderXchromosom hat Gott es bloß verkrüppelt aussehen lassen.

Pseudowissenschaft interessiert mich lange nicht mehr ausser neue Fakten, deuten behalte ich mir selbst vor.

Inkarnation. Ich erinnere mich an mehrere frühere Leben.

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Freiheit und Liebe

T.R.E.Lentze ⌂, Montag, 06. März 2017, 23:32 (vor 143 Tagen) @ Agnes

und nicht verdient haben dass Gott öffentlich auftritt

Nun, er ist doch öffentlich aufgetreten, nämlich ingestalt von Jesus von Nazareth. Das war die Menschwerdung oder "Fleischwerdung" (= Inkarnation) Gottes.

und mindestens weil Gott sich niemandem aufdrängt, dafür ist er zu würdig, so würdig dass er sogar aus der Wahrnehmung verschwindet.

Das stimmt allerdings. Christus ist ja nicht einmal historisch wirklich belegt. Die zeitgenössischen Historiker haben ihn so gut wie gar nicht zur Kenntnis genommen. Und das hat seine tiefe Bedeutung: Uns ist die Freiheit geschenkt worden, an Gott zu glauben, oder es sein zu lassen. Wären wir durch Fakten gezwungen, Gott anzuerkennen, dann wäre uns die Freiheit des Glaubens genommen.

Wobei "Glaube" hier als ein emotionaler, nicht als ein kognitiver Akt zu verstehen ist. Das Wort "Glaube" hat nämlich zwei verschiedene Bedeutungen. Wenn wir "an jemanden" glauben, dann heißt das, wir stehen zu ihm und lassen damit ein Verhältnis entstehen; mit Glauben im Sinne einer Vermutung (zweite Bedeutung) hat das nichts zu tun.

Ein gläubiger Christ ist daher keiner, der sich mangels Beweise notgedrungen auf Vermutungen stützt, sondern einer, der etwas schafft, das ohne ihn ausgeblieben wäre: Liebe. Die rein auf Freiheit beruhende Liebe ist etwas Neues, sich erst in Zukunft Entfaltendes, und heute noch sehr schwer zu verstehen. Was man bisher "Liebe" nennt, ist fast immer noch an (eventuell unerkannte) Neigungen gebunden. Im gröbsten Falle sind das Bemutterungs- und Sexualtrieb, wie wir sie auch im Tierreich finden.

Wer den christlichen Glauben im Sinne einer Bevormundung oder als Ausdruck von machtorientierten Betrugsmanövern versteht, der hat ihn schlichtweg nicht verstanden. Allerdings haben die Kirchenleute zu diesem Mißverständnis zu einem guten Teil mit beigetragen. Wir können als Christen nichts Besseres tun, als zu versuchen, durch unser Beispiel zu wirken.

Inkarnation. Ich erinnere mich an mehrere frühere Leben.

Das ist auch für mich ein Thema. Ich erinnere mich nicht, aber ich habe keine Zweifel, daß derartige Erinnerungen in sehr naher Zukunft zu den normalen Fähigkeiten gehören werden. Wir evoluieren. Eigentlich ist die Erinnerung an frühere Leben ja nur die "höhere Oktave" der Erinnerung an den gestrigen Tag, nachdem wir eine Nacht der Bewußtlosigkeit durchgemacht haben. Tiere erreichen nicht einmal diese Bewußtseins- oder Erinnerungsstufe. Sie leben nur im Augenblick.

Allerdings ist heute noch Vorsicht geboten, über seine (vermeintlich?) früheren Leben zu reden. Steiner klagte oder mokierte sich darüber, daß er über 20 Frauen kenne, die behaupteten, in einem früheren Leben die Maria Magdalena gewesen zu sein. Man sollte nur im privaten Kreise sich darüber auslassen. Oder mit äußerster Strenge gegen sich selbst zum Thema kommen.

Gruß
trel

Freiheit und Liebe

Agnes, Dienstag, 07. März 2017, 00:07 (vor 143 Tagen) @ T.R.E.Lentze

Meine Erinnerungen beinhalten Erinnerungen dass mehrere Personen sich daran erinnern ein und dieselbe Person gewesen zu sein, Maria Magdalena, Satan oder Jesus.

Die Erklärung ist dass für Gott alles möglich ist. Wenn man wissen will wie sich ein heiliger gefühlt hat kann man Gott zwischen den Wiedergeburten bitten einmal das Leben von Maria Magdalena zu leben. Deswegen müssen die Erinnerungen an sich nicht wirklich falsch sein man muss nur sich sicher sein dass man das Original ist. Da aber die Erinnerungen so real sind kann man oft dadurch so überwältigt sein dass man sich für das Original hält.

Manche Filme scheinen auch Realaufnahmen zu sein. Für manche Menschen wurden sie nie gedreht sondern durch ein unsichtbares Auge real aufgenommen. Auch hier ist für Gott alles möglich: Reales Leben original nach Drehbuch neu zu verfilmen. #

Ich habe von Gott sogar eine Antwort bekommen warum die katholische Kirche die Reinkarnation verneint obwohl die Kirche nicht lügen darf. Wen es interessiert ich kann die Antwort hier schreiben.

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Notwendigkeit der Reinkarnations-Erkenntnis.

T.R.E.Lentze ⌂, Dienstag, 07. März 2017, 10:58 (vor 143 Tagen) @ Agnes

Wenn man wissen will wie sich ein heiliger gefühlt hat kann man Gott zwischen den Wiedergeburten bitten einmal das Leben von Maria Magdalena zu leben. Deswegen müssen die Erinnerungen an sich nicht wirklich falsch sein man muss nur sich sicher sein dass man das Original ist. Da aber die Erinnerungen so real sind kann man oft dadurch so überwältigt sein dass man sich für das Original hält.

Ich sehe, du denkst nicht unkritisch.

Ich habe von Gott sogar eine Antwort bekommen warum die katholische Kirche die Reinkarnation verneint obwohl die Kirche nicht lügen darf. Wen es interessiert ich kann die Antwort hier schreiben.

Bitte. Ich kenne auch eine einleuchtende Antwort, und zwar von Valentin Tomberg. Die Katholische Kirche ist nach außen notwendigerweise konservativ, weil sie für Alle da ist. Das heißt aber nicht, daß sie sich Fortschritten gegenüber sperrt. Der Fortschritt erfolgt durch die engagierten Laien. Früher wäre es gefährlich gewesen, die Reinkarnation zu lehren, weil es auch "falsche", d.h. schwarzmagisch erzeugte Wiederverkörperungen gibt. Man denke an die sogenannten Untoten, welche die normalen Stufen, u.A. das Purgatorium oder Kamaloka, nicht absolvieren, sondern ungeläutert das irdische Leben perpetuieren. Hierzu gehört auch Ahasver, der Ewige Jude, der - nach Steiner - durchaus real ist.

Gegenwärtig, mit zunehmender Evolution auch unserer Wahrnehmungsvermögen, ist die Lehre von der Reinkarnation eine unbedingte Notwendigkeit. Immer mehr Menschen, die in der Psychiatrie landen, sind gar nicht wirklich krank, sondern können ihre neuen Erfahrungen nur nicht einordnen und sind in höchstem Maße irritiert, ja verängstigt. Hier ist Anthroposophie gefragt.

Gruß
trel

Notwendigkeit der Reinkarnations-Erkenntnis.

Agnes, Dienstag, 07. März 2017, 11:25 (vor 143 Tagen) @ T.R.E.Lentze

Wichtig zu verstehen ist dass Gott mit jedem Menschen in der Sprache spricht die der Mensch versteht. Gott geht es auch viel um Gefühle. Das ist ein scheinbarer Gegensatz zur etablierten christlichen Kirche wonach Gottes Worte ewig gelten und geradezu statisch wörtlich zu nehmen seien. Gott hat aber Humor...

Man nehme nur Donald Walsch Gesprache mit Gott.

Ich befand mich in einer Phase in der ich natürlich fremdartige Menschen vom Charakter her nicht mit meiner Person vereinbaren konnte. Ich bin ja auch nicht Gott um sowas zu können. Verzweifelt bat ich Gott um Antwort denn die Kirche kannte ich bereits als heilsbringend und diese Lügen und Verfolgungen bezüglich Reinkarnation stiessen mir sauer auf.

Binnen Bruchteilen von Sekunden also extrem schnell (zu schnell für die eigene Vorstellung) sandte mir Gott ein Video und seine Stimme dazu.

Versammelte Katholiken wie sie sich vor den Kirchen versammeln und betend gen Himmel richten. Auch diese "Idioten" habe ich lieb, sie sind meine Schafe die ich hüte, und auch sie haben ein Recht auf ein sündenfreies Leben um nicht zu scheitern und dafür brauchen sie die Vorstellung es sei das einzige Leben.

:)

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