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Parasitismus hat ein Geschlecht - im "Spiegel" jetzt auf lustige Weise dokumentiert.

T.R.E.Lentze ⌂, Freitag, 18. März 2016, 01:07 (vor 434 Tagen)

Unter dem Titel Männer beim Einkaufen: Vereint im Shopping-Leid bringt der "Spiegel" soeben ein Interview mit einem Fotografen/Blogger, der die in Läden mitgeschleppten Ehegatten konsumlustiger Weiber ins Visier genommen hat.

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Man kann das schon lustig finden - solange man nicht nachdenkt. Also überlegen wir mal: Meist ist es der Mann, der die meiste Kohle erarbeitet. Auch heute noch.

Aber ausgeben tut die Frau das Geld.

Er hat nichts davon, wie man sieht; er langweilt sich. Und wahrscheinlich hilft er auch noch beim Tragen; ja er trägt, wenn viel zusammenkommt, die schweren oder die meisten Sachen.

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Warum machen die Männer das? Erstaunlicherweise wird diese Frage auch im Interview aufgeworfen.

Ich bewundere die Geduld dieser Männer. Sie lassen sich versklaven, und merken es vielleicht nicht einmal.

trel
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Parasitismus hat ein Geschlecht - im "Spiegel" jetzt auf lustige Weise dokumentiert.

Der/Anarchist, Samstag, 19. März 2016, 11:11 (vor 433 Tagen) @ T.R.E.Lentze

Der SPIEGEL ist, wie so oft, meist einseitig und/oder unsachlich. Auch dieses Thema ist weit differenzierter als oben beschrieben. Es mag zwar sein, dass es Männer gibt, die diesen gelangweilten Ausdruck im Gesicht tragen, gehen sie mit ihrer Frau einkaufen. Aber die Regel ist es nicht. Zumal die Männer sicherlich nicht immer ihre Frau begleiten, die Frauen dies auch garnicht wollen.

Ich selbst habe eine Freundin, schenke ihr so manches Mal etwas. Entweder gehe ich mit in den Laden, und sehe mich selbstständig um, lasse ihr also Zeit, oder warte woanders auf sie. Und ihr etwas zu schenken, macht mir persönlich eine Freude. Mit Versklavung hat das nichts zu tun.


Man darf nicht vergessen, dass es noch Beziehungen gibt, in denen die beiden sich gerne haben.

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Ja ja, der "Spiegel"...

T.R.E.Lentze ⌂, Samstag, 19. März 2016, 13:34 (vor 433 Tagen) @ Der/Anarchist

Man darf nicht vergessen, dass es noch Beziehungen gibt, in denen die beiden sich gerne haben.

Natürlich, die gibt es. Aber das ist ja im Zeitalter der ehelosen Beziehungen auch kein wirkliches Problem mehr. Man geht einfach auseinander, wenn es langweilig wird. In der Ehe sollte es so nicht sein. Die ist ausdrücklich geschlossen, "bis daß der Tod uns scheidet." Der physische Tod, nicht die Langeweile. Das heißt, man wird eventuell Opfer erbringen.

Es mag zwar sein, dass es Männer gibt, die diesen gelangweilten Ausdruck im Gesicht tragen, gehen sie mit ihrer Frau einkaufen. Aber die Regel ist es nicht.

Die Fotos sind weltweit aufgenommen worden, nicht (oder nicht nur) im familiär zerstörten Deutschland. Ich nehme an, es handelt sich um verehelichte Paare. Hier bringt der Mann das Opfer. Es kann auch sein, daß er die Frau trotzdem mag, selbst in diesem Moment der Langeweile.

Mich beschäftigt allerdings die Frage, welche Opfer die Frauen heute noch bringen. Mein Eindruck ist, daß sich hier ein Ungleichgewicht zulasten der Männer eingestellt hat.

Denn immer, wenn der umgekehrte Fall thematisiert wird - Frau opfert sich auf, d.h. sie tut etwas ohne Lohn zu empfangen -, dann geschieht das im Ton der Anklage, Empörung, und der Ausgleichsforderung. Hier aber wird es im Ton der Belustigung, mit einer nur leichten Spur der Mitleids, vorgetragen.

Der SPIEGEL ist, wie so oft, meist einseitig und/oder unsachlich.

Da stimme ich dir zu. Für den obigen Artikel aber trifft das, aus meiner Sicht, ausnahmsweise einmal nicht zu.

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Doch um auf diese Kritik auch noch einzugehen: Die am stärksten volksverhetzenden Autoren beim "Spiegel" sind Jakob Augstein, Georg Diez und Sascha Lobo. Letzterer ließ zuletzt allerdings auch selbstkritische Töne vernehmen.

Was Frau Sibylle Berg betrifft, so kann sie ebenfalls unter die volksverhetzenden Autoren gerechnet werden, doch sie bemüht sich nicht um Argumente; folglich kann ich sie nicht recht ernstzunehmen.

Gleichwohl höchst bemerkenswert ist ihr heute erschienener Beitrag AfD: Nichts gegen Dagegen. Was lese ich da?

Es hilft doch nichts, fast 30 Prozent eines Volkes als Deppen zu beschimpfen.

In diesem Tenor ist der ganze Artikel gehalten. Viele Leser dürften sich die Augen reiben. Da hat doch tatsächlich ein "Spiegel"-Autor (weiblich) erkannt, daß es auf Dauer keinen Zweck hat, den Souverän zu beschimpfen!

Und nicht nur das. Jetzt wird auch noch die Moralkeule umgedreht, ganz sacht, also noch nicht schlagend betätigt, aber immerhin:

Es war und ist befremdlich, wie andere Meinungen zur derzeitigen Regierungsrichtung sofort zu einer erregten Entrüstung der vermeintlich Guten führten. Wenig ist unangenehmer als erzwungene Gleichschaltung der öffentlichen Meinung. In einem demokratischen System hat es Raum für jeden, der Mitmenschen nicht diffamiert und nicht gegen sie hetzt. Gerade das Nichternstnehmen, das Verteufeln und die Lächerlichmachung von absurd scheinender Angst hat die AfD zu einer Gemeinschaft der Unverstandenen gemacht.

Freilich ist der Grund für den Gesinnungswandel nicht (berufs-)ethischer Natur. Er liegt vielmehr in einer Furcht begründet, die Frau Berg gleich zu Anfang beschreibt:

Ich hatte früher mal einen Kumpel, der plötzlich orange-rote Kleidung trug und ein Passfoto von sich mit Mala anfertigen ließ. Falls die Sannyasins die Weltherrschaft übernehmen, würde er zu den Gewinnern gehören.

Das also ist der Grund! Was ist denn, wenn die AfD zwar (aus naheliegenden Gründen) nicht zur Weltherrschaft kommt, aber eines nicht mehr fernen Tages die Regierung übernimmt?

Dann wird Frau Berg, und werden alle anderen "Spiegel"- und sonstigen Lügenpresse-Autoren mit der Moralkeule über die früheren AfD-Verteufler herfallen und verschweigen, daß sie selbst zu ihnen gehört haben. Journalisten sind ja selten unabhängig; in der Regel sind es regierungstreue Propaganda-Fachleute, die notgedrungen nach dem Motto handeln müssen: Wes' Brot ich eß, des' Lied ich sing'.

trel

Ja ja, der "Spiegel"...

Der/Anarchist, Samstag, 19. März 2016, 15:41 (vor 433 Tagen) @ T.R.E.Lentze

In vielen Fällen trifft das sicherlich zu, vor allem dann, wenn Mann und Frau im jungen Alter zusammenfinden, sich aber nicht verheiraten wollen. In meinem Fall aber habe ich meine Frau/Freundin erst im reiferen Alter kennengelernt. Beide haben wir keine Kinder. Für ein gemeinsames Kind ist es altersbedingt zu spät. Wozu dann eine Ehe? Sicher, eine Garantie gibt es nicht, dennoch werden wir bis ins hohe Alter zusammenbleiben. Weil wir zueinander passen.

Auf der anderen Seite ist doch der junge Mann der Verlierer in der Ehe bzw. nach der Ehe. Denn ist die Unterschrift gegeben, braucht Frau sich nicht mehr zu bemühen. Erst wenn Mann und Frau die gleichen Pflichten/Rechte besitzen; und wieder ein Scheidungsgrund eingeführt wird, wird die Ehe für beide attraktiv werden.


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Da stimme ich Dir zu. Über den Mann wird bei Benachteiligung gelacht, bei der Frau gibt es #Aufschrei.


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Ich bleibe bei meiner Meinung. Zu einseitig auch dieser Bericht. Er SPIEGELT nicht die gesamte Realität wider.

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Von Sybille Berg hatte ich mal hie und da etwas gelesen. Argumente gleich null. Dass sie noch als Schriftsteller verkauft wird, zeigt, wie tief das Niveau der Intelligenz im Lande gesunken ist.


Nicht nur der selbsternannte Moralapostel Lobo, sondern auch Augstein schien ein Fünkchen Selbstkritik zu üben. Bei Hadmut Danisch las ich einen Artikel, in dem Danisch auf einen Artikel Augsteins verwies. Es scheint wohl so zu sein, wie Du im letzten Absatz geschrieben hast, dass die bezahlten Lügner langsam damit beginnen, sich einer neuen politischen Realität anpassen zu wollen.

p.s. schreibe mit Smartphone, daher etwas unübersichtlich.

Parasitismus hat ein Geschlecht - im "Spiegel" jetzt auf lustige Weise dokumentiert.

Weiberheld, Mittwoch, 04. Mai 2016, 23:45 (vor 387 Tagen) @ T.R.E.Lentze

Naja das er mehr verdiehnt liegt bestimmt an der Gender Pay Gap und jeder ist seines Schicksals schmied. Sieht so aus, als hätte er es sich so ausgesucht

Parasitismus hat ein Geschlecht - im "Spiegel" jetzt auf lustige Weise dokumentiert.

ulrich @, Menzingen, Mittwoch, 19. Oktober 2016, 12:04 (vor 219 Tagen) @ T.R.E.Lentze

Warum das die Männer machen?

Weil es eben dressierte Affen sind und genau wissen, dass sie sich nur bei Wohlverhalten Sex von der Frau erwarten dürfen.....natürlich nur nach genügend Beischlafbettlerei.

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