Avatar

Zum Thema geringere Leistung der Frauen und Abtreibung

T.R.E.Lentze ⌂, Montag, 06. März 2017, 11:45 (vor 143 Tagen) @ Agnes

Danke für die Wortmeldung. Mein Eindruck nach der Lektüre ist, daß du ganz persönliche Erfahrungen mitteilst, die sich, was die heutige Situation von Frauen betrifft, keinesfalls verallgemeinern lassen. Genau das tust du aber, etwa hier:

Frauen werden im Leben öfter gestresst und gehen in den Familien unter, bekommen weniger Bildungsunterstützung usw.

Objektiv ist das ganz klar falsch, denn Frauen werden in jeder Hinsicht mehr unterstützt und gefördert, gerade was die Bildung betrifft. Viele Bildungs-Angebote gelten ausschließlich für Frauen; entsprechende Angebote ausschließlich für Männer gibt es nicht! Hinzu kommt, daß Frauen vielfach Erleichterungen gewährt werden, was sich auch im Arbeitsschutzgesetz deutlich niedergeschlagen hat. Das gilt keineswegs nur für die Zeit einer Schwangerschaft, sondern auch durchgängig z.B. für das Heben von Lasten. Eine Frau, auch wenn sie robust ist, darf keine Last heben, die ein -zufällig schwächerer - Mann zu heben verpflichtet ist. Daß ein Arbeitgeber Frauen geringer bezahlt oder gar nicht erst einstellt, ist insofern völlig rational. Frauen bringen für das gleiche Geld eben nicht die gleiche Leistung.

Das schließt nicht aus, daß manche Frauen ihre - eher leichte - Arbeit dennoch als stressig empfinden. Die Ursache ist dann subjektiver Natur, d.h. sie liegt in der weiblichen Anspruchshaltung begründet. Unser Staatsfeminismus, die Gynokratie, fördert ja geradezu diese weibliche Anspruchshaltung.

Nicht unerwähnt soll der Streß bleiben, der allein den Männern entsteht durch die rechtliche Bevorteiligung der Frau im Falle sexueller Belästigung und dergleichen. Ein Mann, welchem ein Verstoß gegen das Gesetz zur sexuellen Selbstbestimmung (der Frau!) angelastet wird, hat grundsätzlichen einen schweren Stand; den umgekehrten Fall gibt es praktisch nicht. Viele Männer sind folglich dazu übergegangen, ihren weiblichen Kollegen mit Mißtrauen zu begegnen, ihnen nicht zu nahe zu kommen, niemals allein mit einer Frau im Raum zu sein und einen Aufzug nicht zu benutzen, in dem sich schon eine Frau befindet.

Frage dich einmal, warum Frauen ein paar Jahre länger leben! An den Genen liegt es nicht, wie die Klosterstudie aufgezeigt hat. Männer, die so streßfrei leben, wie Frauen es üblicherweise tun, leben auch fast genauso lange.

Zum Thema "Abtreibung":

Frauen haben alle Möglichkeiten der Empfängnisverhütung, meines Wissens sogar auf Krankenschein. Männer haben so gut wie keine. Eine Frau, die das empfangene Kind nicht bejaht, hat also in fast jedem Falle verantwortungslos gehandelt. Als Ausnahmen lasse ich unvorhersehbare Vergewaltigungen und medizinische Notfälle gelten. Aber diese Toleranz zeigen die weitaus meisten "Abtreibungs"-Gegner auch. Der Vorwurf, Männer würden hier ihre Macht mißbrauchen, ist absurd. Immerhin sind sie es, welche die Verhütungsmittel entwickelt und die rechtlichen Grundlagen geschaffen, zumindest aber toleriert haben, "Abtreibungen" straflos zu dulden.

Egal welcher Frau ich begegne ich erlebe sie als depressiv. Durchgängig durch alle Altersstufen hindurch.

Diese Erfahrung kann ich nicht bestätigen. Objektiv haben Frauen heute auch gar kein Grund, depressiv zu sein. Sie dürfen alles, was Männer dürfen, aber sie müssen nicht alles, was Männer müssen. Zum Beispiel müssen sie bei der Bundeswehr keine Waffen benutzen und sich auch ansonsten nicht sehr anstrengen. Kriegen aber die gleiche Vergütung.

Du sprichst, wie gesagt, aus ganz persönlichen Erfahrungen heraus, die du verallgemeinerst. Diese Verallgemeinerung hat einen guten Grund: Man wächst in das Milieu hinein, welches die eigenen Erfahrungen teilt. Man spricht mit Leuten, welche die eigenen Erfahrungen teilen, denn nur sie sind dafür offen, während die anderen sich eher verständnislos von einem abwenden. Aber das ist ein Fehler! Du solltest das kranke Milieu hinter dir lassen und damit abschließen.

Solange mein Paps für mich da war konnte ich schon mit 4 Jahren fließend Lesen. Und auch beim Schach konnte man mir nichts erzählen Als er wegging und die Familie mich mobbte ging meine Leistung in die Brüche.

Das ist einerseits traurig, anderseits aber klingt es aber auch schön in meinen Ohren. Warum? Weil du deinem Vater damit ein gutes Zeugnis ausstellst, zumindest für die Zeit seiner Anwesenheit. Väter können durchaus die "besseren Mütter" sein, nur wird das gerichtlich selten anerkannt. Die Frage bleibt, warum er "wegging". Wurde er vielleicht nur weggemobbt, so wie die Familie dich, deiner Aussage nach, gemobbt hat? Das würde mich interessieren.

Gruß
trel


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum