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Endlich mal eine gute Nachricht: Chefarzt stellt Menschenrecht über "Frauenrecht".

T.R.E.Lentze ⌂, Dienstag, 07. Februar 2017, 18:36 (vor 170 Tagen)

Der "Spiegel", vertreten durch seine Autoren Tanja Karrasch, Heike Le Ker und Jens Witte ist entsetzt: Abtreibung abgelehnt.

Thomas Börner, seit Dezember 2016 Gynäkologie-Chef, hat beschlossen, dass in seiner Abteilung keine Schwangerschaftsabbrüche nach der Beratungsregelung mehr durchgeführt werden. Eine Abtreibung könne er nicht mit seinem christlichen Glauben vereinbaren, für ihn gelte das Nicht-Tötungsgebot der Bibel.

Die Klinikleitung trägt die Entscheidung des Chefarztes mit: "Kein Arzt kann verpflichtet werden, einen Schwangerschaftsabbruch durchzuführen", sagt Klinikchef Markus Fröhling zu SPIEGEL ONLINE. Dass Börner nicht nur für sich, sondern auch für die anderen Gynäkologen des Krankenhauses entschieden hat, hält Fröhling für richtig. "Bei derart schwerwiegenden Eingriffen sollte ein Chefarzt die Richtung der Abteilung vorgeben dürfen."

Aus der Sicht eines jeden gewissenhaften Menschen ist der Pränatalmord - zynischerweise meist "Abtreibung" genannt - der perfekte Mord: Das Tatmotiv besteht nicht einmal in einem niedrigen Motiv (etwa Rachsucht), das sich aufgrund seiner triebhaften Dringlichkeit gegen widerstreitende höhere Gründe durchsetzt, sondern eigentlich in überhaupt keinem Motiv, anders gesagt, in der puren Gleichgültigkeit und Bequemlichkeit. Es ist so, wie wenn man einen Schwerverletzten am Straßenrand bewußt überfährt, weil es einem die Mühe nicht wert ist, auszuweichen oder anzuhalten und einen Notruf abzusenden. Freilich gibt es da einen Unterschied: Den Ungeborenen muß die Mutter hinterher noch jahrelang begleiten und aufzuziehen. Aber das hat sie ja vorher gewußt. Frauen verfügen über alle Mittel der Verhütung, und auch hinterher gibt es für sie alle nur erdenklichen Hilfsangebote.

In echten Notfällen wird die Pränataltötung zugunsten der Mutter dennoch durchgeführt:

Weiterhin durchführen will die Klinik Schwangerschaftsabbrüche, wenn eine Frau wegen der Schwangerschaft in Lebensgefahr schwebt oder vergewaltigt wurde.

"Entsetzt" zeigt sich - wie sollte es anders sein -, eine Funktionärin des "Beratungsnetzwerkes Pro Familia":

Diese Entscheidung der Klinik geht gegen das Selbstbestimmungsrecht der Frauen.

Es ist mir unbegreiflich, daß dieser Zynismus - Pränatalmord als "Selbstbestimmungsrecht der Frauen" - keinen globalen Aufschrei hervorruft. Es gibt kein Mördervolk, keine Mörderrasse, aber es gibt ein Mördergeschlecht, nämlich das weibliche. Zwar begeht nicht jedes Weib einen Pränatalmord. Aber kennt ihr ein einziges, das sich von diesem "Frauenrecht" distanziert und öffentlich bekannt hätte: "Ich schäme mich eine Frau zu sein"?

Ich bin mir ziemlich sicher, daß es nur eine Frage der Zeit ist, bis das kollektive Gewissen erwacht und Konsequenzen gezogen werden.

trel

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