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Überraschendes Zugeständnis im "Spiegel": "Frauen verdienen viel mehr als Männer".

T.R.E.Lentze ⌂, Dienstag, 27. September 2016, 09:49 (vor 272 Tagen)

Heute in Spiegel-online um 6:31 unter +++ Der Morgen live +++. Ich zitiere (Hervorhebungen im Original):

Frauen verdienen viel mehr als Männer

Im Model-Business ist die Lohn-Ungerechtigkeit zwischen den Geschlechtern besonders krass. Im Gegensatz zum normalen Leben verläuft das Gefälle in umgekehrter Richtung. Die Live-News.

Mit Michael Kröger

Kommen wir zum Verhältnis der Geschlechter. Und den schreienden Ungerechtigkeiten bei der Bezahlung. Sie geschehen täglich - zum Beispiel im Model-Biz. Dort verdienen Männer bis zu 75 Prozent weniger als ihre schönen Kolleginnen. Nach Auskunft von Elizabeth Rose, die in der Agentur Premier (sie managed auch Naomi Campbell oder Cindy Crawford) für die Vermittlung männlicher Models zuständig ist, verdienen ihre Klienten bei einem Top-Gig 12.000 Dollar, während die Frauen 50.000 Dollar kriegen. "Die Top Ten verdienen alle mehr als eine Million Dollar pro Jahr", erklärte sie der BBC. Von den Männern würden allein die ersten drei eine solche Summe erreichen.

Eine kleine Ungerechtigkeit zugunsten der Männer räumte die Agentin allerdings ein. Bei Frauen endet die Karriere normalerweise um die Dreißig. Da fängt sie bei den Herren der Schöpfung gerade erst an.

Der kluge Mann wird sich durch die im Text eingestreuten feinen Lügen nicht blenden lassen. So heißt es: "Im Gegensatz zum normalen Leben verläuft das Gefälle in umgekehrter Richtung." Wieso gehört der Model-Business nicht zum normalen Leben? Natürlich gehört der dazu! Sofern es eine Lohn-Ungerechtigkeit überhaupt gibt - was fraglich ist, denn der Markt folgt eigenen Gesetzen -, geschieht sie grundsätzlich zum Nachteil von Männern.

Folgerichtig wird es als "kleine Ungerechtigkeit" zugunsten der Männer umgedeutet, daß deren Karriere da anfängt, wo sie bei Weibern aufhört. Dies ist allerdings ein allgemeingültiges Prinzip, vergleiche dazu meinen MPA-Artikel Frühvergreisung bei Tieren und Weibern (21-11-2012). Mit Ungerechtigkeit hat das gar nichts zu tun; nicht nur, weil die Natur außerhalb jeder Bewertung steht, sondern auch, weil es sich hier lediglich um eine zeitliche Verschiebung handelt. An der Einkommens-Benachteiligung insgesamt ändert das nichts.

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Immerhin, das Zugeständnis des "umgekehrten" Lohngefälles ist bemerkenswert. Dabei ist das Lohngefälle in Wirklichkeit ja grundsätzlich "umgekehrt", das heißt, es ist, so wie es ist, gerecht. Denn daß Männer für gleiche Arbeit besser bezahlt würden, stimmt einfach nicht. Man muß die Erklärung "für gleiche Arbeit" nur einfach mal ernstnehmen. Männer fallen viel seltener aus durch Krankheit, und schon gar nicht durch Schwangerschaft. Sie sind belastbarer und ehrgeiziger. Und bekanntlich werden Weiber "bei gleicher Ausbildung und Eignung" auch noch bevorzugt eingestellt, das heißt, sie müssen sich weniger beweisen.

Das ganze Gerede von einer Geschlechter-Ungerechtigkeit ist überhaupt nur möglich aufgrund der falschen Prämisse, daß Weiber genauso Menschen seien wie Männer. Sie sind es nicht. Es gibt eine geschlechtlich polare und zusätzlich noch eine hierarchische Differenz, die sich nicht leugnen läßt, ohne Widersprüche um Widersprüche zu provozieren, und dies nicht nur in der Theorie, sondern viel mehr noch im Leben.

Es wird Zeit, sich von Ideologien zu verabschieden. Reisen in ferne Länder, Kontakt mit fremden Menschen und Gebräuchen kann da sehr hilfreich sein. Sogar Beobachtungen an den jetzt sehr zahlreichen Fremden können helfen, Erkenntnis-Schranken zu überwinden. Gleichstellung ist Wahnsinn.

trel

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