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Frauenförderung: Bonner Polizisten reagieren mit "Unmut". Verfassungsbeschwerde steht in Aussicht.

T.R.E.Lentze ⌂, Freitag, 05. August 2016, 06:36 (vor 294 Tagen)

Der Bonner Generalanzeiger berichtet heute: Neues Gesetz zur Frauenförderung - Unmut bei der Bonner Polizei. Zitat:

Bonn. Bei einigen Behörden, so auch bei der Bonner Polizei, hat das zum 1. Juli von der rot-grünen Landesregierung beschlossene Dienstrechtsmodernisierungsgesetz zu großem Unmut geführt.

Der Grund: Um Beamtinnen künftig besser zu fördern, sollen sie auch bei schlechteren Leistungen bei Beförderungen männlichen Kollegen vorgezogen werden. [...] Hatten Männer und Frauen die gleiche Leistung erbracht, bekam schon vor dem 1. Juli die Frau den Zuschlag. Diese Regelung wurde nun verschärft.

Immerhin:

„Wir meinen, dass sinnvolle Frauenförderung nicht zur Diskriminierung männlicher Kollegen benutzt werden darf und wollen Verfassungsbeschwerde einlegen“, kündigte der Bonner FDP-Landtagsabgeordnete Joachim Stamp an.

Es hat eine nicht nur symbolische Bedeutung, daß das Weib 13 cm kleiner ist als der Mann (= Mensch). Frauen sind dazu da, die Menschen fortzupflanzen; sind sind nicht dazu da, um die Menschen zu dominieren. Darum läßt sich Gleichstellung nicht erzwingen, ohne die Sicherheit und den Frieden zu gefährden.

Die GA-Redakteurin Ayla Jacob hat das teilweise - teilweise! - erkannt. In ihrem Kommentar (auf derselben Seite der Druckausgabe) schreibt sie:

[...] Hinzu kommt, daß ein falsches Licht auf jede Polizistin geworfen wird, die auf der Karriereleiter nach oben steigt. Künftig wird jeder denken, daß sie lediglich befördert wurde, weil sie eine Frau ist - selbst wenn sie besser beurteilt und besser qualifiziert ist.

[...] Denn Frauen wollen nicht befördert werden, weil sie im Sinne des neuen Gesetzes das "richtige" Geschlecht haben. Sie wollen befördert werden, weil sie besser sind als die Konkurrenz.

Falls das im letzten Absatz Behauptete stimmt - anders gesagt, wenn die meisten Frauen so denken wie die Redakteurin -, dann ist das Gesetz sogar frauen-feindlich.

Es würde mich interessieren, wer die Autoren dieses Gesetzes sind. Daß sie in einer rot-grünen Landesregierung sitzen, wissen wir bereits. Bei dieser Spezies gibt es vermutlich verhältnismäßig viele sexuell Deregulierte und ideologisch Verbohrte, und zwar beiderlei Geschlechts.

trel

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